Handauflegen aus der Stille

Möge die göttliche heilende Kraft durch uns fließen,
uns reinigen, stärken und heilen,
uns erfüllen mit Liebe, heilender Wärme und Licht,
uns schützen und führen auf unserem Weg.
Wir danken dafür, dass dies geschieht.

Heilgebet nach Anne Höfler

Das Handauflegen als Geste des Segnens und Heilens ist in vielen Traditionen und Kulturen verbreitet und hat auch im Christentum immer wieder eine Rolle gespielt.

Bekannt ist, dass Jesus viele Menschen geheilt hat und zwar körperlich und psychisch, indem er sie von Krankheiten befreite, aber auch spirituell und sozial, z. B. indem er sie in seine Gemeinschaft aufnahm. Diesen Auftrag, anderen Menschen Gutes zu tun, hat er an seine Schülerinnen und Schüler weitergegeben.

Handauflegen im SitzenDas Handauflegen aus der Stille nimmt diesen Auftrag an. Es versucht, sich innerlich auf Gottes Liebe in uns und in der Welt insgesamt einzustimmen, durchlässig für die heilende Kraft dieser Liebe zu werden und sie so ihrem Gegenüber in besonderer Weise erfahrbar zu machen.

Das Handauflegen wird durch ein Gebet eingeleitet und geschieht durch direkte Berühung des bekleideten Körpers oder in Abstand. Was es im Einzelnen bewirkt, ist nicht vorhersehbar. Viele Menschen erfahren Entspannung und Erleichterung, sodass Heilungsprozesse gefördert werden. Letztlich geht es um das Vertrauen in Gott, dass das, was geschehen soll, geschieht.

Wir beide haben bei Gerlinde Kapp ein Jahrestraining im Handlauflegen nach der Schule der Open Hands absolviert, deren Ethik wir uns verpflichtet fühlen. Bei Bedarf integrieren wir das Handauflegen in Absprache mit unseren Klienten in unsere übrige Arbeit. Etwa einmal im Vierteljahr legen wir im Anschluss an einem Gottesdienst im Lukas-Krankenhaus Bünde die Hände auf. Für Absolvent*innen eines Einführungskurses bieten wir einen Übungskreis an.

Weitere Informationen zum Thema auch in Hannos Blog unter krankenhauspfarrer.net/handauflegen/.

Die sieben Prinzipien als Steine

Die sieben Prinzipien des Handauflegens

  1. Das Gebet: Ich verbinde mich mit Gottes Gegenwart, bitte darum, sie zu spüren, und danke zugleich dafür.
  2. Ich stelle mich als Kanal für Gottes Liebe zur Verfügung.
  3. Ich habe Vertrauen in diesen Prozess, ...
  4. ... nehme in Dankbarkeit an, was geschieht, ...
  5. ... weiß um die Geduld, die das immer wieder erfordert ...
  6. ... und übe mich im Loslassen meiner inneren Bilder von Heil und Heilung.
  7. Das alles geschieht im Mitgefühl und in der Liebe zu mir und dem anderen Menschen.